Fraktale – das sind diese merkwürdigen Gebilde, die weder zwei- noch dreidimensional sind, sondern irgendetwas dazwischen: 2,72683-dimensional zum Beispiel. Sie sind selbstähnlich, das heißt ein Teil von ihnen, geeignet vergrößert, ergibt wieder genau das Ganze. Und damit das überhaupt sein kann, müssen sie aus unendlich vielen unendlich kleinen Teilen bestehen. Das ist schlecht zu basteln. Aber Näherungen sind möglich. Die bestehen dann aus ziemlich vielen ziemlich kleinen Teilen. Wegen des hohen Bastelaufwands sind diese Körper eher für eine Gemeinschaftsarbeit (Arbeitsgemeinschaft, Leistungskurs, Sonderprojekt an der Schule …) geeignet.

Das Sierpinski-Tetraeder: Das ist die Verallgemeinerung des Sierpinski-Dreiecks auf drei Dimensionen: Theoretisch sind es unendlich viele Tetraeder, die alle Spitze an Spitze aneinandersitzen und sich zu einem großen Tetraeder mit unendlich vielen Löchern zusammenfügen. Basteln kann man natürlich nur endlich viele von ihnen; aber das sieht auch schon sehr imposant aus.
Um die heiklen Verbindungen von Spitze an Spitze zu verstärken, habe ich kleine schwarze Pyramidchen eingefügt. Man sieht sie kaum, aber sie machen das Gesamtkunstwerk ungeheuer stabil. Die kleinsten Tetraeder haben eine Kantenlänge von knapp 6 cm.
Nr. 33, die kleine Version: 8 kleine Tetraeder entlang jeder Kante des Gesamtwerks, 10 Blatt DIN A 3, 10,– Euro.
Nr. 33, die große Version: 16 kleine Tetraeder entlang jeder Kante des Gesamtwerks, 38 Blatt DIN A 3, 35,– Euro.


Viermal die kleine Version ergibt einmal die große (die Abschlußstücke sind im Bausatz enthalten); viermal die große ergibt eine Riesenversion mit fast zwei Meter Kantenlänge!


Bitte beachten: Wegen der Größe der Blätter kann dieser Bausatz nicht als Brief versandt werden. Wenn also Bausatz 33 in Ihrer Bestellung enthalten ist, wird es stets ein Päckchen, auch wenn das Gewicht noch den Versand als Brief erlauben würde.

Der Mengerschwamm: Eines der Fraktale, die schon sehr früh theoretisch studiert wurden. Man zerlege einen Würfel in 3 mal 3 mal 3 kleine Würfel und nehme von diesen 27 kleinen Würfeln den mittleren aus jeder Fläche und den ganz in der Mitte weg. Es bleiben 20 Würfelchen übrig, die man sämtlich so behandelt wie den großen. Das ergibt 400 ganz kleine Würfelchen, und so weiter.
Mein Bausatz besteht aus 400 ganz kleinen (Kantenlänge 2 cm) Würfelchen. Schwarze Quadratchen, die auf die Außenseite gedruckt sind, sollen die Illusion fördern, es seien eigentlich 8000 ganz ganz kleine Würfelchen. Und die 400 Würfelchen werden auch nicht einzeln ausgeführt, sondern zusammengefaßt, unter Weglassung der Flächen, die man sowieso nicht sieht.
Nr. 37, 13 Blatt, 6,– Euro.


Ein Mengerschwamm erfordert ungefähr 12 Stunden Bastelzeit (die man auf mehrere Leute verteilen kann). Zwanzig Mengerschwämme ergeben einen Mengerschwamm der nächsten (dritten) Stufe mit 8000 Würfeln. Der sieht bestimmt sehr imposant aus (ist aber bislang noch nicht gebaut worden).

Die erste Stufe dieses unendlichen Prozesses erzeugt bereits 20 Dodekaeder. (Die zweite, mit 400 Dodekaedern, haben wir mit einer großen Gruppe an Sternemanns Schule in Lüdinghausen gebaut; das war ein großes Fest!)
Nr. 40, 15 Blatt, 7,– Euro.

 

Setzt man nicht 20 Dodekaeder in die Ecken des großen Ur-Dodekaeders, sondern deren zwölf in die Flächenmitten, so entsteht dieser kompaktere Körper. Bemerkenswerterweise gibt es Ebenen, in denen jeweils eine Seitenfläche von zehn der zwölf Dodekaeder liegt. Da die Idee von Stephan Werbeck stammt, nenne ich den Körper den "kleinen Werbeck". Mit einer kleinen Abwandlung des Bausatzes kann man auch den "großen Werbeck" (zwölf kleine Werbecks oder insgesamt 144 Dodekaeder) bauen – eine dankbare Beschäftigung für große Gruppen.
Der kleine Werbeck: Nr. 41, 8 Blatt, 4,– Euro